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24. April 2011:

 

HAPPY BIRTHDAY!

 

Wir gratulieren Dillan, Duke, Keagan, Lasco, Fly, Dairine, Roselyn und Joy zu ihrem 3. Geburtag!

 

Coppersheen D-Wurf   

geb.24. April 2008

Copper's Mean Mr Mustard  x 'Erin' Int. Ch. Northern Light vh Adelaarsvaren

 

Dillan & Fly, Juli 2009

 

Copper's Mean Mr Mustard

Swe HD A/B CLAD NN, PRA NN

Balintyne Copper's Home Run HD A/B

Sh.Ch. Caskeys Vaguely Scottish HD A/B
Sh. Ch. Classic Red Aniara HD B/B
Copper's Prinsessan Pa Ärten  Pontiac HD A/A
Sh. Ch. Classic Red Aniara HD B/B

 

Northern Light v.h. Adelaarsvaren 

HD B/C, CLAD NN, PRA NN, MO free

Field Trial qualified

Int. Ch. & VDH Ch.

 

Wickenberry Capsicum NL HD A Reddins Casey GB HD 3/3
Wickenberry Red Rose GB HD 6/5
Ashrims Circle of Life B HD B Gaerlic Boogie Woogie at Dubliner SWE HD free
Ashrims Amber Pimpernel FIN HD A

 

 

Rüden

HD   /    ED

Hündinnen HD/ED
Coppersheen Daredevil 'Dillan'  B/C          0/0   Coppersheen Dancing Light 'Dairine' A1*       
Coppersheen Dark Gold 'Duke' C/C Coppersheen Dawn Light 'Roselyn'  
Coppersheen Dark Guinness 'Keagan' update 26.4.11   Coppersheen Delightful Bundle of 'Joy'  
Coppersheen Devil-may-care 'Lasco' C/B           
Coppersheen Double-O-Seven 'Fly'   * Auswertung Deutschland VPuS  

 

 

Papa 'Dickens', Feb. 2008

 

 

Fotos D-Wurf ab 6 Monate

10.10.09

23. Okotober 2009 - Neues aus dem Briefkasten...

 

"Morgen ist unser ‚Delightful Bundle’ schon 18 Monate jung! Kaum zu glauben, dass sie schon das zweite Jahr bei uns ist und sich manchmal auch schon so richtig gut zu benehmen weiss, z. Bsp. wenn wir auf Besuch sind oder unterwegs: In einer Ferienwohnung, in einer Pension oder auf demCampingplatz. Im Restaurant legt sie sich meist hin und dann hört man nichts mehr von ihr bis ich wieder aufsteh und ‚komm’ sag – ok, ok sie istdann natürlich meist voll von neuen Eindrücken oder kommt von einem guten Spaziergang.

An anderen Tagen, wenn sie schwanzwedelnd vor mir durch den Wald streift, sieht das schlanke Mädel noch so welpchenhaft aus!! Auch weiss sie mit ihrem jugendlichen Charme die Passanten in der Fussgängerzone zu unterhalten – so passiert in Leipzig, als wir an einem Stand eine echte Thüringer Bratwurst kauften: ‚Wie komm ich nur an ein Stück Wurst ran?’ hat sie sich wohl gefragt und dabei ihr ganzes Obedience Repertoire abgespult, bis sie uns schlussendlich aus einem perfekten down (...nach Hilde Schwoyer) anäugte.  Vielleicht sollte ich nächstes mal einen Hut zum Sammeln hinlegen...

Was hat sich sonst verändert mit unserem ‚Wildfang’? Naja, wir sind schon fast ‚Weltmeister’ geworden im Entfernen von Zecken (trotz Scalibor), Dornen und Bienenstachel (zwei soweit...) – nachdem uns ein harmloser Dorn mal teuer zu stehen kam, weil es drei Personen brauchte, den Hund zu halten und wir beim Tierarzt Wochenendtarif zahlen mussten (!), bin ich nun doch sehr froh, dass Joy und ich das unterdessen alleine meistern und sie sogar aus dem Garten angerannt kommt, mir die Pfote entgegenstreckt und durch Lecken anzeigt, wo das Bienchen zugestochen hat. Nein, sie hat keine gejagt: Die Eine hat sie aus dem Türramen geleckt (autsch!!) und die Zweite hat sich in ihrem unterdessen langen Haar der Vorderläufe verfangen.
Ich hab ehrlich gesagt nicht mehr viel Grund zum Klagen – oder vielleicht haben wir uns auch einfach an gewisse Unarten gewöhnt und nehmen sie mit einem Lächeln hin."

8. Okotober 2009 - aus dem Briefkasten...

 

"Die E-Mail-Nachrichten aus dem Bündnerland ins Bernerland sind etwas rar geworden. Ein gutes Zeichen – es geht uns allen gut. Lasco hat sich zu einem sehr liebenswerten und  s e h r  aktiven und interessierten Setter entwickelt. - Ihre unbändige Begeisterung für den Irish-Setter verstehe ich heute immer mehr; die Faszination, die Begeisterungsfähigkeit, wie auch die Intelligenz und Ausdauer dieser Hunderasse ist unbeschreiblich. Trotzdem, man ist täglich aufs Neue gefordert. „Zurücklehnen“ (wie Sie das so nennen) rächt sich; auch diese Erfahrungen haben wir gemacht...."

 

 

29. Juli 2009 - aus dem Briefkasten... 

 

"Wir sind wieder aus den Ferien in Frankreich zurück und alles ist bestens verlaufen. 

Es war nur ein bisschen zu heiss und Keagan hat sich vor allem im Schatten oder im Haus aufgehalten.
Wir haben ihn dann auch in Ruhe gelassen und vor allem Abends wenn es von der Hitze her erträglicher wurde

 sind wir mit ihm herumgetobt. Nun sind wir wieder zu Hause und Keagan freut sich wieder in seinem Revier zu sein, 

wo er draussen herumschnüffeln kann und seine Hundefreunde ihn täglich beim vorbeilaufen besuchen kommen.
Keagan kann sich draussen frei bewegen und es ist genial mit an zusehen wie er einfach 30 Meter ums Haus herum bleibt

 und diesen Umkreis auch nicht verlässt. Wenn Leute links und rechts an unserem Haus vorbeilaufen 

(etwa je 100 Meter entfernt) beobachtet er diese wie ein König im Sitz auf seinem Lieblingsplatz. Sobald andere Hunde vorbeigehen, 

geht er etwas näher an die Situation heran, aber nie voll dazu. Wenn er die Hunde kennt, welche vorbeilaufen, dann müssen diese schon in
sein Revier kommen und erst dann geht er freudig darauf zu und sie fangen miteinander an zu spielen. 

Sobald aber die andere Hundeführerin wieder weiter spaziert kommt Keagan wieder zurück zu seinem Lieblingsplatz.
Wir sind einfach sehr stolz auf Keagan und freuen uns täglich, dass wir ihn haben!
Die Hundeschule ist nun auch zu Ende und nun werden wir uns für den Begleithunde-Kurs BH1 anmelden. Ich bin sehr gespannt auf den Kurs und freue mich schon neue Sachen mit Keagan zu erlernen. In der Hundeschule war Keagan immer einer von den Besten; sei es nun im Platz zu verweilen und alle anderen Hunde und Menschen um sich herumlaufen zu haben oder schwierige Parcours zu meistern oder einfach nur laute Geräusche zu hören. Das beste war aber, dass er sehr selbstsicher ist - und wenn andere Rüden oder Kläffer ihn anmachten ist er stets ruhig aber bestimmt mit diesen Hunden umgegangen. Wenn zwei Hunde sich in die quere kamen ist Keagan stets dazwischen gelaufen und hat mit seiner souveränen Art für Ruhe gesorgt. Roger, der Hundetrainer, hat des öfteren gestaunt!
Alles läuft bestens und ich kann gar keine Negativ Punkte aufzählen... Auch im Wald ist er einfach zu führen und wenn er dort täglich seine Schnüffeltour erledigen kann ist er hoch zufrieden."

 

 

8. Juli 2009 - aus dem Briefkasten...

 

"Ach Du meine Güte, bin ich erledigt! Allerdings D. noch mehr!!!! Ich
glaube, das heisse Wetter tut ihm gar nicht gut - ist's dann wieder mal
kühler, verliert er völlig die Selbstbeherrschung!!! Unglaublich, wie
der Kleine vorhin durch die Gegend geflitzt ist! Kaum vorstellbar, dass
es noch andere solche Energiebomben von Hunden/ Settern gibt!!! Obschon
man sie ja zumindest aus Erzählungen (und Legenden) kennt... :-)
Auf alle Fälle hatte D. seinen Spass und kam voll auf seine
Rechnung, dankdem andere Hundehalter sich bei dem Wetter noch etwas rar
machten...
Wenn ich dann wieder daheim ankomme, habe ich  leider immer die irrige
Meinung, Hundchen sei müde und zuhause ganz brav. Wann war das schon
wieder, als ich mich  bei Dir per Email beschwert habe, er sei ein
Gummiball auf vier Beinen und verbeisse sich ständig in Ärmel und Leine?
Ich glaube, ich hatte vorhin ein Déjà-vu... Allerdings hat er gleich
auch noch B. angerempelt und gleichzeitig beide Kater quer durch den
Garten gehetzt. Ich weiss nicht, ob Du genug Vorstellungskraft hast um
Dir das bildlich vorzustellen?!? Du siehst - D. nimmt's mit den drei
Muskeltieren noch lange alleine auf!!!!"

 

29. Juni 2009

Ein Jahr ist es her, seit die Ds das Leben ihrer Besitzer komplett umgekrempelt haben. Ob es jemand bereut? Denkt er oder sie ab und zu etwas wehmütig an die ruhigeren Tage zurück? Damals, als Spaziergänge entspannend waren und nicht harte Arbeit... Damals, als man 'den Garten',  'Musik' , 'Sport' oder gar 'Lesen' sein Hobby nennen durfte... Damals, als die Wanderschuhe noch nach jeder Wanderung sorgsam gereinigt und gepflegt wurden... Damals, als die Garderobe nicht aus 'Hundekleidern' und 'Ausgehkleidern' bestand... Damals, als der Staubsaugersack nicht immer voll war... und der Garten nicht zwischen den Rosen Trampelpfade aufwies...als die Haustüre auch mal weit offen stehen durfte.. und Freunde Verwandte und Bekannte ihre alten Frottétücher noch selbst entsorgten...

Seit einem Jahr ist das Leben um eine Dimension reicher geworden!

 

 

12.5.09

Die Ds sind definitiv erwachsen geworden. Bei den Rüden zeigt sich ein erhöhtes Interesse für das weiblich Geschlecht und sie können recht aufdringlich werden. Auch werden sie von anderen erwachsenen Rüden vermehrt als Konkurrenz angesehen und dürfen sich keine Freiheiten mehr erlauben... 

Die Hündinnen haben alle die erste Läufigkieit (fast) hinter sich. Ein Vorteil haben die Hündinnenbesitzer: die nächsten zwei Monate wird Ihre Hündin etwas ruhiger sein, da nach der Läufigkeit durch den Anstieg des Progesterons der Körper sich auf eine Trächtigkeit einstellt. Dies geschieht beim Hund unabhängig davon, ob eine Paarung stattgefunden hat oder nicht. Fast auf den Tag 63 Tage später wird sie sich plötzlich für dunkle Höhlen (unter Bett, Kommode oder Schreibtisch...) interessieren, kann unter Umständen etwas Milch im Gesäuge haben und bemuttert manchmal sogar ein Stofftierchen. Diese Phase dauert manchmal 1-2 Wochen, danach blüht die Hündin wieder auf und ist verspielt und aufgedreht, und benimmt sich, als habe sie von Erziehung noch nie was gehört... 

 Bei starker Scheinträchtigkeit (Milchbildung) empfiehlt es sich, über ein paar Tage die Futterration zu verringern und lange Spaziergänge zu unternehmen, damit die Hündin etwas abgelenkt wird.

 

Das setter'sche Interesse für alles was sich bewegt erfordert während der jetzigen Setzzeit noch mehr Aufmerksamkeit von Seiten der Besitzer und ich empfehle, den Junghund in Feld und Wald an der Leine zu führen. Selbst ein langsamer Hund (und das sind die Ds wohl kaum...) kann in dieser Jahreszeit einen im langen Gras liegenden jungen Feldhasen ergreifen oder hetzt einem gerade flügge gewordenen Jungvogel nach. Trächtige Rehe und ihre Kitze sind ncoh mehr gefährdet. Solche Jagderlebnisse gilt es zu vermeiden.

 

HD-Röntgen der Ds

Ab 15 Monate können die D's wie im Kaufvertrag vereinbart auf HD geröntgt und die Aufnahmen ausgewertet werden. Die Tierklinik Aarau West Tierklinik AW empfiehlt beim Setter das Röntgen ab 18 Monaten. Nach erfolgter Auswertung erhalten Sie wie vereinbart 10% des Welpenpreises rückvergütet.

Das HD-Röntgen erfolgt in Narkose. Je nach Tierarztpraxis werden verschiedenartige Narkosemethoden angewandt. Meine letzte Erfahrung mit der Tierklinik AW war sehr gut, denn innert 1 Std. konnte der Hund wieder aus der Klinik hinauslaufen. Er war noch einige Stunden müde, zeigte aber keine stärkeren 'Nachwehen'. 

 

24.4.09 - 1 Jahr alt!

Herzliche Gratulation allen Ds - und herzlichen Glückwunsch allen Besitzern... Sie haben durchgehalten!

Der ganze Wurf hat sich prächtig entwickelt und wird von ihren Besitzern ausgezeichnet betreut und mehr oder weniger verwöhnt;-)

Das erste Jahr, und schon hat man das Gefühl: es war doch gar nicht so schlimm... ohne zu ahnen was da noch kommen kann;-)) Aber nur Mut, der Anfang war wohl schwer, aber es zahlt sich aus und mit jedem Tag werden kleine Fortschritte sichtbar - wenn auch mal ein Rückschritt zu verkraften ist, die Kurve zeigt gegen oben!

Wir wünschen allen Ds ein langes und erfülltes Setterleben!

 

 

Coppersheen Dancing Light besteht mit 11 Monaten 2x die Jugendsuche

Herzlichen Glückwunsch Heike und Dairine!

 

 

 

'Dickens' Copper's Mean Mr Mustard

 

Fotos D-Wurf ab 9 1/2 Wochen  

 

Welpen-Alltag bei Coppersheen

Portrait-Fotos 7 Wochen 15.06.08 

 

 

22.3.09 - vor einem Jahr hatten die Besitzer noch ihre Ruhe;-))) 

Die D's sind nun bald ein Jahr alt und werden ihrem Ruf gerecht... es sind Setter wie's im Buche steht: elegant und prachtvoll anzuschauen, mit einem nicht zu unterschätzenden Jagdinstinkt! Die Jünglinge sind sehr aktiv und nicht leicht unter Kontrolle zu halten. Bei allem Wissen um die liebe Theorie: die Hundeerziehung lässt sich nicht so leicht in die Praxis umsetzen, und es wird von den Besitzern viel abverlangt. Aber nur Mut: bei weiterem intensiven täglichen Training sollten Sie in etwa 2-3 Jahren einen folgsamen Begleiter ihr eigen nennen können... 

'Distanzarbeit' ist das magische Wort... ein Sitz oder Platz auf Distanz, blitzartig ausgeführt, ist die wichtigste Übung für jeden Setterbesitzer. Nur so kann der Hund noch gestoppt werden, wenn er gerade 'Durchstarten' will.

 

24.11. 7 Monate - der Ernst der Lage...

 

Verliefen die letzten  Monate noch halbwegs glimpflich und die Ermahnungen von 'wilder Setter', 'Jagdhund', 'unbändige Energie' etc. waren schon fast vergessen (oder verdrängt?),so zeigen die Ds nun langsam ihr wahres Gesicht....;-)) 

Mit sieben Monaten wird alles anders! Die Pubertät verändert das liebe Hundeli in ein unbekanntes Wesen, das seinen bisherigen Gehorsam komplett vergisst und alles, nur nicht Frauchen oder Herrchen, im Kopf hat.

Glücklich diejenigen, die schon einen ordentlichen Gehorsam erarbeitet haben, denn sie werden es einfacher haben. Aber trotzdem, mit einer gewissen Frustration ist zu rechnen, denn nun beginnt alles wieder von Vorne - aber jetzt mit Schleppleine und absoluter Konsequenz.... 

 

Ich empfehle, spätestens jetzt das 'Sitz auf Distanz' einzuführen. So hat man immer die Chance, den Hund vor dem Lospreschen mit einem 'Sitz' stoppen zu können. Sich bei Ablenkung (anderer Hund, Mensch, Vogel) zu setzen ist für den Hund meist einfacher, als sich von der Ablenkung abzuwenden und zum Hundehalter zurück zu kommen. Damit dies aber funktioniert, muss die Reaktion auf das 'Sitz' reflexartig erfolgen. Dh der Hund darf nicht erst zögern und um sich schauen, sondern sollte ohne nachzudenken sich sofort setzen. Dies erreicht man durch üben, üben, üben...

Üben Sie 'Sitz' zuerst auf kurzer Distanz, dann 'Sitz & Bleib', kehren aber immer zum Hund zurück bevor er frei gegeben wird. Wenn er die erhobene Hand aus der Ferne als Zeichen für Sitz kennt, so können Sie beginnen, aus nur 5 m Entfernung die Hand über den Kopf zu erheben (in der Hand befindet sich das Leckerli) und gehen auf den Hund zu, während Sie 'Sitz' sagen. Bei ihm angekommen erhält er das Leckerli, muss aber im 'Sitz Bleib' verweilen, während Sie wieder 5 m zurück gehen und nochmals mit erhobener Hand und Leckerli auf ihn zu gehen. Jetzt erhält er das zweite Leckerli (von oben herab) und wird dann ins 'Frei' entlassen.

Ihr Hund kann lernen, für ALLES, was er im Leben als wünschenswert erachtet (durch die Tür gehen, frei laufen dürfen, zu einem anderen Hund gehen, in den Garten hinaus gelassen werden, für sein Futter, etc. etc.) erst ein 'Sitz' anzubieten. Dies ist eine grossartige Übung der Beherrschung - etwas, was bei einem Setter immer nützlich ist...

 

Erfahrungsbericht : 

"Pünktlich mit sieben Monaten ist also aus dem Engelchen ein Bengelchen
geworden! Heute drehte er das 1. Mal im Wald alleine eine Ehrenrunde,
stand 2x mit den Vorderpfoten auf dem Esstisch und beginnt wieder nach
Hosenbeinen und Ärmeln zu schnappen. Dazu wird frech gekläfft! Ausserdem
kratzt er seit gestern an der Haustür, wenn er herein oder hinaus
will... Also lass doch in Zukunft die Haustür offen, wenn Du fort gehst,
damit Dillan nicht im Schnee warten muss, wenn ich ihn endgültig bei
Euch vorbei bringen komme!
Er hat heute Abend noch einmal eindrücklich bewiesen, dass er es  mit
jedem Windhund aufnehmen kann! Oder auch mit einem Gepard... Das
Gesamtbild gewinnt allmählich an Ausdruck, aus dem ungelenken Fohlen ist
etwas recht Sportliches geworden! Erin wird sich anstrengen müssen, um
Schritt zu halten! Noch habe ich aber die Hoffnung, dass die
überbordende Energie etwas mit dem Schnee zu tun hat...
Aber nicht nur die Verwandtschaft mit Erin lässt sich nicht (mehr)
leugnen, nein auch mit Glen hat er etwas gemeinsam: nämlich eine braune
Nase!"

 

4.11. Der aktuelle Fall - Konjunktivitis follicularis 

Bindehautentzündung beim Junghund mit Bläschenbildung

 

24.10.08 - 6 Monate oder schon ein halbes Jahr alt...

 

...und rein in die Pubertät! Na ja, noch nicht ganz, aber mit jedem Tag sind sie näher dran. Die 'Ds' sind schon gross und sehen mit ihrem glänzenden Haarkleid endlich aus wie Irish Setter. Noch verhalten sie sich wie Kindsköpfe aber bald wird sich ein Wandel zeigen. Die Rüden werden immer öfter markieren und die erwachsenen männlichen Artgenossen werden ihnen vielleicht mal mit Argwohn begegnen. Bei den Hündinnen wird es wohl noch etwas länger dauern aber auch bei ihnen kann es sein, dass sie sich nicht mehr ganz so ungezwungen verhalten. Bei der Hündin kann die erste Läufigkeit schon mit 8 Monaten einsetzen, doch wahrscheinlich ist mit der ersten Läufigkeit im Alter von ca. 12 Monaten zu rechnen. Mutter Erin war erstmals mit 13 Monaten läufig. Mit der Geschlechtsreife steigt auch der Hang zur grösseren Selbständigkeit... was sich im nachlassendem Gehorsam zeigt.

 

Ich empfehle abermals das Buch 'Antijagdtraining' aus dem Verlag MenschHund - erhältlich übers Internet. Das Schwergewicht dieses Buchs liegt bei der 'Impulskontrolle'. Diese Impulskontrolle ist meiner Meinung nach das Wichtigste, was man seinem Hund beibringen sollte. Dies gilt auch für alle 'garantiert nichtjagenden Hunde' ... 

 

 

24.9.08 5 Mte - die D's sind schon richtig gross und haben neue Zähne!

 

Auf den Spaziergängen wird der Radius des Junghundes von Tag zu Tag grösser, was beweist, dass seine Eigenständigkeit zunimmt. Leider oftmals mehr, als es dem Besitzer lieb ist. Der erste Ruf wird gerne 'überhört' und schnell schleicht sich beim Hundehalter die Gewohnheit ein, zwei und mehrmals zu rufen, denn "das Hundli soll noch eine Chance kriegen". Besser wäre es, nach dem ersten Rufen gleich die Richtung zu ändern und sich zu verstecken, damit der Jüngling lernt, gleich beim ersten Ruf auf dem Absatz kehrt zu machen. Dies klappt ja meist auch ganz gut - bis die grösste Verlockung winkt: HUNDE haben eine VIEL grössere Anziehungskraft als Frauchens trockene Frolic! Was tun??? Jetzt kommt die Zeit der Superbelohnung: beim Erscheinen von Artgenossen zückt Frauchen eine mitgebrachte Aluschale mit köstlichem (stinkendem!) Nassfutter, welches als seltene Spezialität von den meisten Hunden über alles geliebt wird. Die Superbelohnung soll etwas seltenes bleiben, damit der Hund nie ganz sicher weiss: krieg ich heute was Spezielles oder vielleicht doch erst das nächste Mal? Die spezielle Belohnung wird vor allem eingesetzt, wenn die fremde Verlockung besonders gross ist: Es muss sich für den Hund lohnen, zum Besitzer zurück zu kommen. Erwarten Sie nicht, dass ihr Hund allein 'aus Liebe' zu Ihnen zurück kehrt: das Spiel mit Artgenossen ist für Hunde in diesem Alter viel spannender - und Sie sind danach ja auch noch da....

 

Warnung: Sehr bald kommt ihr Setter in das Alter, da Sie ihm die lange 10m Schleppleine anhängen müssen, damit Sie eine Möglichkeit haben einzuwirken, wenn er auf ihr Zuruf nicht reagiert. Er soll ja auch bei Ablenkung auf ihren ersten Ruf ohne wenn und aber zu Ihnen zurück kommen. 

 

Achtung: Eine grosse Gefahr von unerwünschtem Lernen besteht dann, wenn Sie Ihren Hund rufen und er trotzdem sein Ziel verfolgen kann, ohne dass Sie ihn daran hindern können: Sie rufen mehrmals und der Hund macht trotzdem was er will... Sie rufen verzweifelt weiter und nochmals und immer wieder? Tun Sie das nicht, denn so lernt ihr Hund nur eines: nämlich dass Ihr Ruf gar keine Bedeutung hat!!! Wie vermeide ich dies? Erstens: indem ich den Hund nur dann rufe, wenn ich mit 99% Sicherheit das Befolgen des Rückrufs durchsetzen kann. Wenn ich dies nicht tun kann, dann lieber gar nicht rufen! Zweitens: Indem ich den Hund generell  OHNE ABLENKUNG und für ihn OHNE GRUND zu mir zurück nehme und belohne. Drittens: Indem ich den freilaufenden Hund erst dann zu mir rufe, wenn ich ihm die Bereitschaft zum Kommen ansehe - dh wenn zwei spielende Hunde eine kurze Pause einlegen und sich nach ihren Besitzern umsehen: jetzt muss der Rückruf und das Wegspringen erfolgen. Viertens: indem ich die Schleppleine anlege und bei Ablenkung diese zusätzliche Möglichkeit habe, das Befolgen meines Rufes durchzusetzen.

 

Und nach all diesen Warnungen und düsteren Vorahnungen... Es stimmt, was mir Lasco's Besitzerin gesagt hat: 

"Hartnäckigkeit in der Hundeerziehung zahlt sich aus!"

in diesem Sinne wünsche ich weiterhin viel Spass an den kleinen Monstern;-))

 

 

2.9.08 das Alter wird nicht mehr in Wochen sondern in Monaten gezählt...

 

Mit 4 Monaten sind die Ds weder Fisch noch Vogel: gross und schlaksig, noch lange nicht elegant und grazil! Sie sind inmitten des Haarwechsels, des Zahnwechsels, der Persönlichkeitsentwicklung... Sie kennen nun zwar die 'Sitten des Hauses' werden aber mit fortschreitendem Alter immer wieder die Regeln in Frage stellen. Respekt dem Besitzer, der seinem Setterchen intelligenzmässig etwas voraus ist :-)) denn sonst läuft er Gefahr, von seinem Hundchen nach allen Regeln der Hundekunst ausgetrickst zu werden. 

Lernen Sie denken wie ein Hund, dann haben Sie eine kleine Chance, ihm immer einen kleinen Schritt voraus zu sein...

 

13.8.08: nicht mehr Welpe - ab jetzt Junghund! 

Mit 16 Wochen sind die D's schon aus dem Welpenalter heraus... Es sind nun Junghunde, welche im Alter von 4-6 Monaten einen weiteren grossen Wachstumsschub vor sich haben. Wenn auch schon gross, schlaksig und schnell, sind Knochen und Gelenke der Junghunde noch weich, müssen deshalb vor übermässigen Belastungen geschont werden. 

In diesem Alter fressen sie Unmengen (z.B. Fly und Dillan: täglich 450g Trockenfutter) und wachsen in alle Richtungen... (mit 6-7 Monaten ist etwa 85% der Endgrösse schon erreicht!) Der Zahnwechsel hat schon begonnen, wobei zuerst die Schneidezähne ausfallen und plötzlich grosse Zahnlücken klaffen. Im Laufe der nächsten paar Wochen und Monate werden die bleibenden Zähne erscheinen. Es empfiehlt sich, regelmässig aber sanft die Zähne zu kontrollieren, damit kein zurückbleibender Milchzahn (häufig der Eckzahn) einem bleibenden den Platz nimmt.

 

Mit 16 Wochen werden die Welpen zu Junghunden, die mit einem gehörigen (Über-)Mass an Selbstvertrauen die Welt entdecken wollen. Es ist nicht mehr selbstverständlich, dass Hundchen in der sicheren Umgebung bleibt. Er lässt sich auch schon mal zwei Mal bitten, wenn gerufen wird... 

Höchste Zeit, die Abruf-Übungen nochmals zu verstärken und attraktive Belohnungen für einen rasant befolgten Rückruf bereit zu halten. Werden Sie für Ihren Junghund unentbehrlich, überraschen Sie ihn damit, dass Sie plötzlich querfeldein gehen, sich unerwartet verstecken, quer durch den Wald laufen und sich bei Unaufmerksamkeit hinter jedem zweiten Baum verstecken... oder einen anderen Weg wählen, als ihr Hund erwartet, plötzlich mit einem Spielzeug winken, unerwartet eine kleine Aludose Hundefutter öffnen...  der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt!

Pro Spaziergang rufen Sie Ihren Hund ohne Ablenkung 20x zurück und belohnen ihn praktisch jedes Mal. Er darf auch gleich wieder frei weiter laufen. So wird das Befolgen Ihres Rückrufs für den Hund zu einer selbstverständlichen und spontanen Reaktion, die sich für ihn auf alle Fälle lohnt! Wenn Sie erreichen, dass der Hund ohne nachzudenken auf der Ferse kehrt und zu Ihnen spurtet, so besteht die Chance, dass er später auch bei Ablenkung spontan auf Ihren Rückruf reagiert. Versuchen Sie auch, Ihren Hund schon jetzt daran zu gewöhnen, dass er bei jeder Begegnung mit anderen Hunden, Spaziergängern, Kindern, erst zu Ihnen zurück kommt, bevor er auf Ihr Zeichen hin wieder frei laufen darf. 

Die Belohnung bleibt weiterhin enorm wichtig! Es gilt, eine für den jeweiligen Hund passende Belohnung heraus zu finden. Entgegen der Meinung der meisten Hundebesitzer, wird Streicheln und Flattieren von den wenigsten Hunden als eine passende Belohnung angesehen. Ein schmackhaftes Leckerchen oder ein kurzes Spiel mag die meisten Hunde mehr zu begeistern - oder warum nicht mal einen Pansenstick unerwartet aus der Tasche zaubern...

 

Trotz all diesen Rückrufübungen wird bei jedem Hund früher oder später der Tag kommen, an dem er den anderen Hund, die Katze, andere Leute, etc. plötzlich interessanter findet, als zu Ihnen zurück zu kommen. Spätestens, wenn dies das erste Mal passiert ist, gehört ihr Junghund für die nächsten Wochen oder Monate an eine lange Schleppleine, damit Sie jetzt auf eine gewisse Entfernung einwirken können. Die im ersten Abschnitt aufgeführten Übungen ohne Leine werden dann in Gebieten ohne Ablenkung weitergeführt, aber zusätzlich werden jetzt dort, wo mit Ablenkung zu rechnen ist, Abrufübungen an der Schleppleine eingebaut.

 

Und wenn dies alles nach viel viel Arbeit tönt (ist es auch!), so lohnt es sich eben doch! Die nächste Entwicklungsphase der Pubertät steht Ihnen noch bevor und was bis dahin erarbeitet wurde, geht vorübergehend über Nacht wieder verloren... und muss erneut trainiert werden. Doch das intensive Training zahlt sich spätestens dann aus, wenn Sie Ihren Hund in allen Situationen verlässlich zurückrufen können. Und DAS ist es doch, was ein Hundehalter als das Mindeste von seinem Hund erwartet... (meist ohne zu wissen, wie viel Arbeit dahinter steckt).

 

Das Interesse an Wild kann beim Setter schon früh, im Alter von 6-7 Monaten erwachen, häufiger ist es aber so, dass Wild und die Jagd im Alter von ein bis zwei  Jahren entdeckt werden. Man sagt, dass ein Hund, der bis zum Alter von 2 Jahren nie Erfahrungen mit Wild (auch Hetzen von Katzen u.ä.) machen kann, auch später in geringerem Masse gefährdet ist... 

Jedes Jagderlebnis führt beim Hund zum Ausschütten von Glückshormonen - da spielt der Erfolg der Jagd keine Rolle! Deshalb ist es sehr wichtig, einen Hund, der auch nur ein Mal wegen Wild abgehauen ist, keine Wiederholung der Tat zu ermöglichen. Von nun an darf er nur noch an der Schleppleine Spazieren geführt werden - bis ein sicherer Stoppruf antrainiert worden ist (siehe das Buch 'Antijagdtraining').  

 

 

6.8.08 Achtung vor Schwänen...

Naja, da werden die 'Ds' für ihre Intelligenz gelobt... und kaum dreht man ihnen den Rücken zu, schon stecken sie in Schwierigkeiten... Dillan war der Auffassung, der Schwan müsse sein Brot mit ihm teilen - er wurde rasch des Besseren belehrt und mit lautem Flügelschlagen in die Flucht getrieben...

 

 

1. August meist gut überstanden

Der Schweizer Nationalfeiertag mit Feuerwerk und Knallerei wäre für dieses Jahr überstanden. Zum Glück haben die Welpen fast durchwegs ohne Angst auf den Lärm reagiert. Doch ein Welpe hat seinen Besitzern am 31. Juli einen gehörigen Schrecken eingejagt, als er bei unerwartet lautem Feuerwerk in unmittelbarer Nähe Nachts das Weite suchte... Gott sei Dank ist nichts passiert und der Kleine erschien nach zwei Stunden wieder, als ob nichts gewesen wäre und wurde von seinen Besitzern dankbar in die Arme geschlossen. Verständlicherweise wurde er am 1. August nicht mehr von der Leine gelassen... Er scheint sein Abenteuer schadlos überstanden zu haben, aber dieses Ereignis zeigt auf, dass an diesem Feiertag sehr grosse Vorsicht angebracht ist.

 28.7.08 Feuerwerk... siehe Text unter 'update'

Bald ist es soweit und die Welpen erleben ihr erstes 1. August-Feuerwerk... Bitte den Welpen drinnen behalten und Fenster und Türen schliessen. Verhalten Sie sich bei besonders lauten Knallern unbeeindruckt und gelassen, so wird auch Ihr Welpe keinen Grund haben, beunruhigt zu sein. Nur nicht den Hund in Schutz nehmen und trösten wollen... 

 

19.7.08 Thema: Welpen-Spaziergänge

 Das Thema Welpe und Spazieren ist immer wieder Grund für Verunsicherung. Generell heisst es in den Welpenspielgruppen, der Welpe solle ‚pro Lebenswoche eine Minute’ Spazieren geführt werden, dh ein 12 Wochen alter Welpe erhält 12-minütige Spaziergänge. Grund dafür ist die Angst vor Schädigung der noch weichen Knochen und Gelenke des wachsenden Tieres. 

Leider erscheint diese Empfehlung bei einem Setterwelpen nicht ganz realistisch, und ich bin der Meinung, ein vernünftiger Mittelweg ist das Richtige. Sicher soll der Welpe nicht auf lange Märsche mitgenommen werden, aber kleine Spaziergänge mit spannenden Eindrücken sind für den Welpen ein Muss. Es reicht nicht, nur im bekannten Garten herum zu spielen - denn da kommt ein Setter-Welpe sehr schnell auf dumme Gedanken! Der Welpe sollte mit neuen Eindrücken mental gefordert werden und dies geschieht sowohl daheim mit spannenden Übungen und Suchspielen, wie auch auf Spaziergängen, wo der Welpe so viele neue Gerüche und Eindrücke wahrnehmen kann. Ein geistig geistig geforderter Welpe ist sicher auch daheim ausgeglichener. Ich bin der Meinung, dass Ihr Welpe auf Ausflügen von zwanzig bis maximal dreissig Minuten mitgenommen werden darf.  Viel Schlaf runden die ideale Entwicklung ab und es ist wichtig, dass der Hund dann nicht zu Aktivität gedrängt wird.

Viel schlimmer als lockeres Laufen über 20 Minuten ist für ein Junghund wildes Herumtollen mit anderen Hunden, v.a. mit älteren und schwereren Artgenossen. Hier gilt es, nach wenigen Minuten das Spiel abzubrechen und sich selbst mit dem Welpen zu beschäftigen. Er soll ja auch lernen, dass SIE das Spannendste in seinem Leben sind:-))

Ich wünsche mir als Züchterin natürlich auch, dass die Gelenke der heranwachsenden Hunde nicht überfordert werden. Es ist bekannt, dass diverse Einflüsse zu Schäden führen können: zu schnelles Wachstum durch falsche oder übermässige Fütterung, Überbeanspruchung während des Wachstums und schliesslich (und eigentlich prioritär) die Veranlagung, sprich Vererbung. Nun besteht der Hund aber nicht allein aus Gelenken... und wir wünschen uns einen seelisch ausgeglichenen Hund, der nicht wegen mangelnder Beschäftigung zu einem hyperaktiven Problemfall werden soll. Ein unterbeschäftigter Welpe muss viel gemassregelt werden, da er immer wieder Unerwünschtes anstellt - und dieses Zurechtweisen wiederum stört das so wichtige Vertrauensverhältnis zwischen Mensch und Hund. Am Ende hat der Hund vielleicht perfekte Gelenke (?), zeigt aber Verhaltensprobleme, mit denen der Besitzer nicht zurecht kommt. Es gilt wie so oft, den gesunden Menschenverstand (Hundeverstand?) walten zu lassen.

 

13.7.08 - die Zeit läuft...

In der kommenden Woche wird die zweite Impfung der Welpen fällig. Empfehlenswert ist sicher vorgängig eine Wurmkur, denn noch immer wird alles mögliche und unmögliche gefressen... Achtung auch in den warmen Sommermonaten vor Zecken, Flöhen und Milben! Das Spot-on Produkt Frontline von Tierarzt kann den Welpen wenn nötig in diesem Alter verabreicht werden. Bei anderen Mitteln ist Vorsicht geboten. Fragen Sie bei der Gelegenheit den Tierarzt, ob in Ihrer Umgebung ein erhöhtes Risiko für Zwingerhusten besteht. Wenn ja, so empfiehlt sich ein zusätzlicher Schutz durch eine nasale Impfung gegen Zwingerhusten. Zwingerhusten ist unter Welpen und Junghunde sehr ansteckend und die Erkrankung ist meist schlimmer als bei erwachsenen Hunden.

Gegen Reisekrankheit habe ich gute Erfahrungen mit Ingwer Tabletten (Powervet) gemacht. Andere haben mit Homöopatie Erfolg. Bei den meisten Welpen scheint aber das Autofahren kein Problem zu sein. Es lohnt sich dennoch, öfter mal einen Ausflug mit dem Auto zu unternehmen und mind. 2 Stunden vor einer Autofahrt nicht zu füttern. 

Nehmen Sie Ihren Welpen auch mit ins Dorf oder in die Stadt, wo er mit Bus, Bahn oder Tram fahren darf. Wer weiss, ob Sie mal mit dem ÖV in die Ferien reisen wollen - da ist es gut, wenn ihr Hund dies schon kennt. Haben Sie eine Gondelbahn in Ihrer Nähe? Auch das ist eine Erfahrung, die der Welpe schon mal machen darf... Unterführungen? Sind manchmal richtig beängstigend für einen Welpen. Wohnen Sie abgelegen von Strassen und Verkehr, so sollten Sie erst recht ihren Welpen allmählich an die vorbeifahrenden Velos, Autos und Lastwagen gewöhnen. Keine Kinder? Vielleicht darf Ihr Welpe an einem Kinderspielplatz zuschauen, denn lärmende Kinder sind für den Hund gewöhnungsbedürftig. Hühner, Kaninchen, Kühe und Schafe, das alles sind Eindrücke die der Welpe jetzt erleben sollte. Er soll diese Tiere weder besonders beachten noch fürchten.

Bitte keine langen Märsche mit Ihrem Welpen unternehmen, aber ereignisvolle Ausflüge wo er Zeit hat um zu sehen und zu staunen. Denn: das Leben hat so viel zu bieten! 

 

Zitat Renate Jones - aus 'Aggressionsverhalten bei Hunden'

Sobald der Welpe in seinem neuen Heim ist, obliegt dem Hundehalter die artgerechte Haltung und angemessene Erziehung. Bei der Erziehung von Welpen kann man verschiedene Bereiche unterscheiden. Erstens müssen die Regeln für das Zusammenleben in der sozialen Gruppe gelernt werden. Zweitens müssen Hunde lernen, mit der oft sehr anspruchsvollen Umwelt zurecht zu kommen. Drittens müssen sie lernen, bestimmte Handlungen auf ein Signal hin, meist ein Wort, auszuführen.

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10.7.08 - Freilauf

Heute sind die Welpen 11 Wochen alt. Bereits haben sie mehrfach die Welpenspielgruppe besucht und sich schon ein wenig an die Gepflogenheiten ihrer neuen Familie gewöhnt. 

Spiel und Beschäftigung mit dem Besitzer sind wichtig, damit eine enge Bindung zwischen den ungleichen Partnern Hund & Mensch entstehen kann. Diese Bindung ist für alle Belange des Alltags sehr wichtig. Bindung entsteht beim gemeinsamen Spiel, beim gemeinsamen Bewältigen von Schwierigkeiten und vor allem bei gemeinsamen Ausflügen. In diesem Alter ist der Welpe noch komplett auf seinen Menschen angewiesen - doch wird ihm dies nur bewusst, wenn er auf den Spaziergängen auch frei laufen darf und sich an seinem Halter orientieren muss. Voraussetzung ist natürlich ein gefahrenloser Spaziergang! Vom ersten Tag an gilt, dass nicht der Halter seinem Hundchen nachspringt, sondern das Hundchen seinem Besitzer... Um dies zu erreichen muss der Mensch attraktiver sein als alles andere in der Umgebung... Wie erreicht man dies? Indem man häufig mal mit aufmunternden Worten wegspringt und den Welpen für das Hinterherspringen fürstlich belohnt: mit einem tollen Spiel oder mit feinen Leckerchen. Verstecken Sie sich auf dem Spaziergang mal unvermittelt hinter einem Baum, rufen höchsten ein Mal (oder gar nicht) und loben den Welpen, wenn er den Weg zu Ihnen findet. So lernt der Hund schon früh, sich an Ihnen zu orientieren. Der Welpe kann Distanzen noch nicht gut einschätzen, deshalb sollten Sie sich zu Beginn nicht zu weit entfernen. Der Hund sieht unbewegliche Menschen schlecht, er sieht vor allem die Bewegung und setzt seine Nase ein. Abrufspiele zwischen verschiedenen Mitgliedern der Familie machen dem Welpen Spass. Es wäre noch zu früh, die Futterbelohnung weg zu lassen. Die Hundepfeife ist noch immer ein Versprechen für eine tolle Belohnung. Enttäuschen Sie Ihren Welpen nicht.

 

Zitat Günther Bloch - aus 'Der Wolf im Hundepelz':

"Ein 'artgerecht' lebender Haushund braucht zur Befriedigung seiner körperlichen und geistigen Bedürfnisse regelmässigen Freilauf, Kontakt zu Artgenossen und einen verlässlichen Sozialpartner Mensch, der ihm einen klaren Handlungsrahmen vorgibt, innerhalb dessen er sich selbständig verhalten darf."

 

Der erste wichtige Lernprozess des Welpen in der neuen Familie betrifft das Erlernen der Beisshemmung. Diese ist nicht angeboren sondern wird im Spiel und bei Sozialkontakt erlernt. Damit der Welpe die Beisshemmung bei empfindlichen Wesen wie wir Menschen es sind erlernen kann, muss viel geübt werden (nicht zehn, zwanzig Mal, sondern über hundert...). Grobes Zubeissen soll auch von den 'harten' Männern nicht zugelassen werden. Der Welpe soll erfahren, dass, wenn er mit seinen spitzen Welpenzähnen die Haut des Menschen berührt, dieser Schmerzschreie ausstösst und nicht mehr mitspielt. Auch beim Beissen in Kleider ist diese Reaktion angebracht. Das Ignorieren kann schwierig sein, deshalb empfiehlt es sich, den überdrehten Welpen auch mal an die Leine zu nehmen und kurz festzumachen, damit er nicht mit offenem Maul und Krokodilszähnen zur Verfolgung ansetzt. Schimpfen nutzt kaum sondern führt zu Stress und macht die Sache dadurch eher schlimmer. Eine Ruhephase sollte eingeschaltet werden, evt. mit einem Kaustick beim Besitzer (Mensch setzt sich hin, hält einen Büffelhautknochen in den Händen und lässt den Welpen daran kauen... ) so beruhigt sich der hektisch gewordene Welpe.

Meist entstehen diese 'Beisser'-Phasen wenn der Welpe eine Weile lieb gespielt hat, sich aber in eine Hektik hinein steigert. Die Situation erinnert an ein übermüdetes, überdrehtes Kind. Manchmal hilft es, den Welpen in seine Boxe zu tun und innert wenigen Minuten schläft er tief... Und damit sei der Moment gekommen, wo sich die Besitzer ein Guinness, ein Baileys oder einfach einen Tullamore Irish Whiskey zur Beruhigung der Nerven gönnen dürfen! (Zitat 'SCJ')

 

1.7.08 - die Welpen bei ihren neuen Familien

 Frech, wild, gelehrig, bissig, lieb, angepasst, übermütig, unbremsbar, verschmust, selbstsicher, gelassen, intelligent, freudig, zerstörerisch, allesfressend,  'um-den-Finger-wickelnd'... dies die Rückmeldungen aus allen Himmelsrichtungen. Von einer Minute auf die andere wurden Haushalte wegen einem kleinen Setterchen auf den Kopf gestellt und der geordnete Tagesablauf ist ein Ding der Vergangenheit. 

Ein kleiner Lichtblick für alle Überrumpelten: mit jedem Tag und jeder Woche lernt das Hundchen Neues dazu - mit etwas Geschick lernt es das, was Sie von ihm wünschen... es lernt aber vor allem, was ihm Spass macht. Und das eine deckt sich nicht immer mit dem anderen! Für Hundchen sollte die Devise lauten: "Alles, was Frauchen oder Herrchen mit mir unternehmen, macht Spass."

 

28.6.08 - 9 1/2 Wochen

Das Haus wird Tag für Tag ruhiger, denn die Welpen dürfen jetzt zu ihren neuen Familien gehen. Deren Leben wird sich schlagartig verändern, und ich wünschen Ihnen im Umgang mit dem neuen Familienmitglied Gelassenheit, gute Nerven, Beharrlichkeit und viel Geduld...

...und sollte ein Welpe den Gluggsi (Schluckauf) haben, nur keine Sorge, das legt sich von alleine!

 

Ich freue mich über Fotos und Rückmeldungen - und viele Besucher dieser Seite wohl ebenso!

 

Aufgaben des Züchters

„Der Züchter soll seinen Welpen ein breites Spektrum an Umweltreizen bieten und den Welpen die Möglichkeit geben, mit diesen selbst fertig zu werden. Dazu gehören auch negative Erfahrungen. Unter den Begriff breites Spektrum fällt z.B. das Heranführen an die verschiedensten Mitglieder der menschlichen Rasse. Für einen Hund liegen Welten zwischen einem Kleinkind, einem agilen Erwachsenen und einem Senior mit Stock.

Hier müssen die neuen Besitzer einfach daran denken, dass die Sozialisation mit der 12. Lebenswoche endet und nicht in dem Moment vorbei ist, wo der Hund in sein neues Zuhause kommt. Auch Sie sollten mit Ihrem Hund zB einmal in Bahn oder Bus steigen, ein Einkaufszentrum besuchen oder, wenn Sie keine Kinder haben, den Welpen kontrolliert Kontakt zu Kindern haben lassen.“

zitiert aus 'Hundeverhalten'  (Barbara Schöning, Kosmos Verlag)